SPINALKANALSTENOSE – stenosis canalis spinalis

Was ist eine Spinalkanalstenose?

Innerhalb der Wirbelsäule befindet sich der Wirbelkanal, der
Spinalkanal. Die Struktur aus Knochen und Bändern ummantelt das
weiche Rückenmark und bildet dadurch einen knöchernen Schutz. Bei einer Verengung (Stenose) des Wirbelkanals spricht man auch von einer Spinalkanalstenose. Meist ist der Wirbelkanal auf Höhe der Lenden-
wirbelsäule verengt (lumbale Spinalkanalstenose). Betroffene leiden
unter chronischen Rückenschmerzen, die sich beim Gehen deutlich
verstärken und in die Beine ausstrahlen. Ähnliches gibt es im Bereich der Halswirbelsäule. Hier führt es zu Schmerzen in den Armen und zu Kopf- und Nackenschmerzen sowie im Extremfall zu
Gleichgewichtsstörungen.

Die Betroffenen müssen oft bereits nach einer Gehstrecke von 50 – 100 Metern stehen bleiben, sich kurz setzen oder in die Hocke gehen,
um danach weitergehen zu können.

Ursache für die Wirbelkanalstenose ist die verschleißbedingte
Verschmälerung der Bandscheiben, die zu einer dauerhaften
Fehlbeanspruchung und schließlich zur Arthrose der kleinen Wirbelgelenke führt. Die daraus resultierende Verdickung dieser Gelenke und der anliegenden Bänder führt zu einer Einengung des Wirbelkanals und der Nervenaustrittskanäle der Wirbelsäule. Dadurch kommt es zu einer
dauerhaften mechanischen Reizung der Nerven.

Gleichzeitig werden infolge des Verschleißprozesses chemische
Reizstoffe frei, die den chronisch entzündlichen Prozeß im Wirbelkanal
verstärken.